Patient Journey 4.0 – Mit digitalen Tools & Technologien von A nach B

Im Zuge der digitalen Transformation entwickelt sich auch das Gesundheitswesen laufend weiter. So werden Erkrankte auf der «Reise» ihrer Behandlung zunehmend digitaler – und dies in allen Phasen der «Patient Journey». Wir zeigen auf, an welchen Touchpoints der Weg der PatientInnen durch das Gesundheitssystem durch digitale Services und Produkte angereichert wird.

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Die «Digital Patient Journey» umfasst sämtliche Erfahrungen, die PatientInnen mithilfe digitaler Technologien im Umgang mit den AkteurInnen im Gesundheitswesen machen.

Angefangen bei den ersten Symptomen und der Ursachenforschung über die Arztsuche, die Diagnose und Therapie bis hin zur Nachbeobachtung: Durch die Nutzung digitaler Tools, in erster Linie das Smartphone, profitieren sowohl die PatientInnen als auch das medizinische und pflegerische Personal.

Moderne Praxen, Krankenhäuser und Kliniken setzen immer mehr auf digitale Technologien, um Prozesse einfacher zu gestalten und die PatientInnen sowie dem medizinischen Fachpersonal den Zugang zu wichtigen Gesundheitsinformationen zu ermöglichen.

Die digitalen Ressourcen können von den PatientInnen genutzt werden, um ihre Behandlung und Erholung zu überwachen, Informationen und Erinnerungen zu erhalten und ihre Daten und Unterlagen zu verwalten. Zudem vereinfachen sie die Kommunikation zwischen den betroffenen Personen mit ihren ÄrztInnen und anderen medizinischen Fachkräften.


PatientInnen der Zukunft sind «digitally empowered».
(Bild: daniel64 auf Pixabay)

«Patient Empowerment»

Die digitale Transformation verändert die Rolle der PatientInnen. Sie werden immer selbständiger.
So konsultieren Sie bei Symptomen einer Erkrankung nicht mehr als erste Massnahme eine ärztliche Fachkraft, sondern treffen zunächst eine eigene Entscheidung. Die Betroffenen entwickeln sich von passiven EmpfängerInnen medizinischer Informationen zu aktiven Mitentscheidenden.
Es ist absehbar, dass durch die fortlaufenden technologischen Entwicklungen PatientInnen zukünftig vermehrt in der Lage sein werden, ihre Gesundheitsdaten eigenständig zu verwalten, etwa mithilfe von Apps oder in der Cloud.

PHASE 1:
ERSTWAHRNEHMUNG

Die erste Phase der «Patient Journey» ist geprägt von Selbstanalyse und Selbstdiagnose. Die PatientInnen bemerken, dass mit ihnen etwas gesundheitstechnisch nicht stimmt. Sie zeigen Symptome und versuchen, sich mit digitalen Hilfsmitteln Klarheit über ihren Gesundheitszustand zu verschaffen.

Heutzutage sind Informationen zu fast allen medizinischen Themen leicht und kostenlos im Internet verfügbar. Die Gefahr besteht jedoch, die eigenen Symptome falsch zu interpretieren. Daher ist die fachgerechte Beratung im Anschluss von hoher Wichtigkeit. Nur so können Betroffene die gesammelten Informationen richtig analysieren und bewerten.

Digitale Touchpoints:

  • Apparative Beobachtung

  • Selbstdiagnosegeräte

  • Wearables

  • Smartphone / Computer: Online-Recherche, Arztsuche

  • Symptom-Checker mit KI

  • Soziale Netzwerke: Symptomsuche, beste Behandlungsorte & -arten

PHASE 2:
TERMIN

In einem zweiten Schritt erfolgt die Kontaktaufnahme mit einer medizinischen Institution. Die betroffene Person ersucht eine ärztliche Behandlung und bucht einen Termin.

Digitale Touchpoints:

  • Apps

  • Online-Buchungstool

  • KI-Telefonassistenten

  • Automatisierte SMS & E-Mail

Eine Terminbuchung kann heute vielerorts online oder per App über ein Buchungstool erfolgen. Dabei können die wichtigsten Patientendaten online angegeben werden.

Mittels automatischer Benachrichtigungen werden die PatientInnen später über die anstehenden Termine informiert und erinnert.

Mit der Sprechstunden-Buchung über das Smartphone erübrigt sich die Terminvergabe am Empfang und bestenfalls auch gleich das Wartezimmer. (Bild: Alexander Grey auf Unsplash)

PHASE 3:
AUFNAHME & ERSTUNTERSUCHUNG (Check-In)

Nach der Terminbuchung findet eine Erstuntersuchung durch eine medizinische Fachkraft statt. Diese kann via Telefon, Video oder Chat erfolgen. Die PatientInnen erhalten Informationen und Ratschläge und bei kleineren Beschwerden einen direkten Befund. Danach wird das weitere Vorgehen besprochen.

Die Anamnese und die Diagnose werden digital gespeichert und sind jederzeit durch die PatientInnen einsehbar. Allfällige Rezepte sind direkt über das Smartphone abrufbar.

Digitale Touchpoints:

  • Vorabanmeldung/Registrierung per App

  • Check-In Terminal mit QR-Code

  • App mit wichtigen Infos digitalem Wegeleitsystem zum Zimmer

  • Digitale Dokumentation und Archivierung von Patientendaten unter Gewährleistung des Arztgeheimnisses und Sicherung des Datenschutzes

  • Telekonsultationen / Übermittlung von Fotos für ärztlichen Befund

  • Digitaler Informationsaustausch

  • Verordung / E-Rezepte

  • Digitale Untersuchungstechnologien (High-Tech-Kameras, -Mikrophone, –Sensoren)

  • IT-Infrastruktur, die Screening-Datensätze aufzeichnet, deren Auswertung in einer sicheren Online-Umgebung erfolgt

Sind weitergehende Untersuchungen oder ein medizinischer Eingriff nötig, wird die zu behandelnde Person an ein Krankenhaus überwiesen (ambulant oder stationär). Dies erfolgt per Online-Zuweisung. Im selben Zug werden alle behandlungsrelevanten Informationen sicher digital übermittelt.

Bei der Aufnahme von PatientInnen vereinfacht die Digitalisierung insbesondere die administrativen Abläufe und Prozesse. Die Erhebung und Auswertung von PatientInnendaten erfolgt digital mittels standardisierter Verfahren, wobei die Daten direkt in eine zentrale elektronische Datenbank eingespeist werden.

Dank der Automatisierung können zeitnah Rückfragen gestellt werden. Der administrative Aufwand wird deutlich reduziert und Informationen können schneller und in besserer Qualität zur Verfügung gestellt werden. Die «Healthcare Use Cases» von Cisco veranschaulichen, an welchen Punkten digitale Lösungen eingesetzt werden.

Zusätzliche Pluspunkte: Daten aus verschiedenen Anwendungen können dank Digitalisierung zentralisiert gesammelt und Rückschlüsse auf den Krankheitsverlauf gezogen werden. Darüber hinaus können Medikationen gezielt auf den individuellen Zustand der PatientInnen eingestellt werden.

In dieser Phase sind einheitliche Datenstrukturen und Schnittstellen von Vorteil, um Daten auszutauschen, zu ergänzen und zu optimal zu nutzen.

Elektronisches Patientendossier (EPD)

Beim EPD, das seit 2020 in der Schweiz schrittweise eingeführt wird, handelt es sich um ein digitales Ablagesystem für persönliche Dokumente mit behandlungsrelevanten Daten rund um die eigene Gesundheit (elektronische Krankengeschichte). Über eine sichere Internetverbindung sind die medizinischen Informationen sowohl für die jeweilige Person als auch für ihre Gesundheitsfachpersonen jederzeit abrufbar. Erstere können jeweils selbst bestimmen, wer welche Dokumente wann einsehen darf. EPDs helfen, die Behandlungsqualität zu steigern und Doppelspurigkeit zu vermeiden. Der Schutz und die Sicherheit der Daten wird durch ein Zertifizierungsverfahren und regelmässige Kontrollen gewährleistet.

PHASE 4:
ANALYSE

In die Analysephase im Labor sind die PatientInnen zwar nicht direkt eingebunden – dennoch ist es interessant zu sehen, wie auch die Auswertung von Daten, Blutanalysen, Entnahmen etc. immer digitaler wird.

Digitale Touchpoints:

  • Intelligente Assistenzsysteme

  • KI-gestützte Analysen und Auswertungen (Bild-, Blutauswertungen, Genomics…)

  • Elektronische Verknüpfung von Daten

  • Augmented-Reality-Anwendungen

  • Intelligente Drohnen und Roboter als Transportmittel für Laborproben etc.

Oft entstehen hier riesige Datenmengen, die nur mit Hilfe von IT ausgewertet werden können. Künstliche Intelligenzen (KI) helfen dabei, Muster zu erkennen. Zudem bietet «Maschinelles Lernen» Unterstützung bei der Interpretation von Röntgenbildern, MRI- und CT-Aufnahmen sowie anderer medizinischen Bilddaten.

Durch die Digitalisierung ergeben sich Vorteile in puncto Effizienz sowie neue Optionen im Bereich der Bildbearbeitung.

PHASE 5:
DIAGNOSE & BEHANDLUNGSOPTIONEN

Nun tauschen sich ärztliche Fachkräfte und SpezialistInnen aus. Sie begutachten die Befunde, beraten sich und entscheiden über die Behandlungs- und Therapiemöglichkeiten. Intelligente Gesundheitslösungen eröffnen dabei neue Möglichkeiten und dienen als unterstützendes Mittel für die Diagnose und Behandlung. Wie bereits in der Analysephase angedeutet, können mittels künstlicher Intelligenz objektive, quantifizierbare biologische bzw. physiologische Charakteristiken erkannt werden (Digitale Biomarker). Selbstlernende KI’s sammeln Daten, vergleichen und werten diese aus.

Digitale Touchpoints:

  • KI-gestützte Diagnostik und Therapieentscheidungen (Decision Support Systeme)

  • Fallbesprechungen, Tumorboards und andere virtuelle Meetings

  • Sichere Datenübermittlung zwischen SpezialistInnen / Abteilungen

  • Digitaler Zwilling

Gerade bei komplexeren Erkrankungen braucht es in dieser Phase viel Abstimmung zwischen den verschiedenen ärztlichen Fachpersonen. Digitale Lösungen wie virtuelle Meetings helfen, Entscheidungen und Aufgabenteilungen besser aufeinander abzustimmen.
Beispiel: In der Onkologie gibt es vollständig digitalisierte Tumorboards. Das sind virtuelle Konferenzen an denen einzelne Krebsfälle remote mit allen SpezialistInnen besprochen werden und an denen auch die zu behandelnde Person teilnehmen kann.


Haben wir bald alle einen
«Digitalen Zwilling»?

Die Forschung arbeitet intensiv daran: Virtuelle, realitätsgetreue Abbilder zu behandelnder Personen sollen in Zukunft die Behandlung von Krankheiten vereinfachen, optimieren und dabei sogar die Kosten senken. «Digital Twins» entstehen durch die Zusammenführung spezifischer Algorithmen und relevanter (Krankheits)daten, wodurch eine umfassende Analyse erfolgen kann. Durch die Verwendung solcher digitalen Modelle bzw. bestimmter Aspekte (z.B. Organe) einer Person, können medizinische Eingriffe geplant und am Computer simuliert oder die Reaktion auf die Abgabe eines Medikaments im Vorfeld digital getestet werden.


Digitale Zwillinge sind ein weiterer Schritt in Richtung individuelle Patientenversorgung. Realitätsgetreue Computer-simulationen schaffen neue Optionen für die Diagnose und Behandlung von Krankheiten.
(Bild: Rick Tremblay auf Pixabay)

PHASE 6:
BEHANDLUNG (Operation / Therapiephase)

Es folgt die effektive Behandlung der betroffenen Person. Hier kommen modernste innovative digitale Technologien zum Einsatz.

Digitale Touchpoints:

  • IoMT-Geräte: miteinander vernetzte medizinische Geräte, Hardware-Infrastrukturen und Softwareanwendungen sammeln in Echtzeit medizinische Daten und sind mit Cloud-Plattformen verbunden, auf denen die erfassten Daten gespeichert, analysiert oder an eine medizinische Datenbank übertragen werden.

  • Digitale Chirurgie-Instrumente (OP-Roboter, KI-Unterstützung, Smart Pills, Patient Monitoring während der OP…)

  • Virtual und Augmented Reality (VR & AR)

  • Transplantate aus alternativen Materialien (3D-printing…)

  • Prothesen etc. aus 3D-Druck

Bei medizinischen Eingriffen entlasten Roboter, Künstliche Intelligenzen, Virtual und Augmented Reality das medizinische Fachpersonal.

Auch bei der Therapie werden digitale Instrumente eingesetzt, wie beispielsweise VR und AR bei der Schmerztherapie, neurologischen und psychischen Leiden.

PHASE 7:
STATIONÄRER AUFENTHALT (Spitalpflege)

Nach einem operativen Eingriff im Spital werden die PatientInnen meistens mittels sogenannter Wearables überwacht, welche ihre Vitaldaten messen. Diese werden über Bluetooth verbunden, um die gemessenen Daten an das Krankenhaus-Netzwerk zu übertragen und dort auszuwerten.

Weiter ermöglichen sogenannte Telepresence-Roboter Videovisiten mit den ärztlichen Fachkräften, ohne dass diese vor Ort sein müssen. Die smarten mobilen Geräte unterstützen zudem die Kommunikation zwischen allen am Behandlungsprozess beteiligten Personen und erleichtern den PatientInnen den Kontakt mit der Aussenwelt.

Roboter als Freund und Helfer: Mit dem Webex-by-Cicso-gesteuerten Telepresence-Roboter von Ava Robotics können sich Fachleute ortsunabhängig vernetzen, ÄrztInnen haben die Möglichkeit, Video-Visiten durchzuführen und isolierte Patienten können mit ihren Liebsten kommunizieren. (Bild: Ava Robotics / Cisco)

Digitale Touchpoints:

  • IoMT zur Messung, Überwachung, Übertragung und Analyse von Vitaldaten (Wearables, Monitoring, etc.)

  • Smart Rooms / Smart Beds: interaktive Terminals am Bett des Patienten, zur Betten- & Gerätesteuerung, Essensbestellung, Abfrage des Therapieplans, Service-Calls, Entertainment & Kommunikation

  • Seite Spitalpersonal: Tool-/Systemgestützte Einsatz- & Ressourcenplanung, VR zur Schulung

Am Spitalbett befinden sich Terminals, mit denen die PatientInnen weit mehr als nur ihr Bett steuern können. Neben Info- und Entertainment können sie über die Tablets ihr Essen bestellen, auf ihre medizinischen Daten und Behandlungspläne zugreifen und erhalten alle wichtigen Informationen zu ihrer Behandlung.

Die zusätzliche Integration von Krankenhausprozessen, entlastet das Pflegepersonal und erhöht die Service-Qualität. Die PatientInnen können somit optimal in den klinischen Informationsfluss eingebunden werden.

Die Softwareplattform des Krankenhauses ist entweder als cloudbasierte oder On-Premise Lösung konfiguriert und über eine Schnittstelle an das Krankenhausinformationssystem angeschlossen.

Alle Funktionen lassen sich ebenfalls mittels App auf das Smartphone laden und steuern.

Auch das Beschwerdemanagement und Patientenumfragen können über die Softwareplattform abgebildet werden. Zudem unterstützen Sprechhilfen sowie Dolmetscher-Service die Kommunikation zwischen den Pflegefachkräften und den Genesenden.

PHASE 8:
ENTLASSUNG (Check-Out)

Die Digitalisierung der «Patient Journey» ermöglicht es, dass Überweisungs- und Entlassungsberichte zukünftig grösstenteils maschinell erstellt werden können. Die Einführung des elektronischen Patientendossiers erübrigt zudem den Versand von Berichten, da Berechtigte von überall her auf die PatientInnendaten zugreifen können.

Über ihre App können die PatientInnen auch ganz einfach Ihre Rechnungen bezahlen und die notwendigen Dokumente an ihre Versicherung senden.

Digitale Touchpoints:

  • Automatisiertes Auschecken

  • Automatisierte Leistungsabrechnung über die Krankenkasse

PHASE 9:
DIGITAL COMMUNITY

Sind die PatientInnen wieder zu Hause, finden sie online in Support- und Selbsthilfegruppen Unterstützung. Gerade bei chronischen Leiden hilft es den betroffenen Personen oft zu sehen, dass sie mit ihrem Problem und ihrer Situation nicht allein sind.

In Foren, Blogs und über Video-Calls können sie sich mit anderen Menschen, die an derselben Erkrankung leiden, austauschen und Ratschläge einholen.

Das Internet bietet den PatientInnen eine grosse Vielfalt an Möglichkeiten für den Erfahrungsaustausch.
(Bild: Surface auf Unsplash)

Diese Phase ist auch geprägt von Informationsaustausch. Genesende bzw. sich in Therapie befindende Personen diskutieren im Internet über Medikamente und mögliche Alternativen. Anhand der Erfahrungen anderer (Patient Experiences), erweitern sie ihr Wissen über ihre Krankheit und profitieren voneinander.

Digitale Touchpoints:

  • Patienten-Community online

  • Diverse unterstützende Apps

  • Foren & Blogs

  • Krankheits- & Medikamenteninformationen online

PHASE 10:
AFTERCARE

Mit digitaler Unterstützung lässt sich auch die Nachsorge besser koordinieren, kommunizieren und kontrollieren etwa durch das digitale Monitoring des Gesundheitszustands oder mittels Zugangs zu ambulanten Behandlungsangeboten.

Video-Sprechstunden dienen als ideale Ergänzung zur ärztlichen Nachbehandlung. Sie ermöglichen es ÄrztInnen, Termine wie Checkups unabhängig vom Standort durchzuführen. Es entfallen unnötige Wege und Wartezeiten.

Digitale Touchpoints:

  • Patient Reactions Assessment per Smartphone anstatt papierbasiert

  • Videocalls zur Nach-Konsultation mit dem ärztlichen Fachpersonal

  • Monitoring mittels Wearables / Impantables

Per App erhalten die PatientInnen Klarheit über die nächsten Behandlungsschritte
und können Folgetermine einsehen. Zudem bekommen Sie eine Erinnerungsnachricht, wenn sie ihre Medikamente einnehmen müssen.

Weitere Apps unterstützen die PatientInnen in dieser Phase beispielweise mittels Therapievideos.

In der Onkologie gibt es digitale Begleiter, die bei der optimalen Therapie von Krebspatienten helfen sowie die behandelnden ärztlichen Fachkräfte unterstützen.

PHASE 11:
LIFESTYLE CHANGE

Oft folgt nach einer ärztlichen Behandlung oder einem Eingriff im Krankenhaus eine Lebensumstellung. Die PatientInnen wollen besser auf sich achten, gesünder leben und ihren Lebensstil ändern.

Im Bereich Krankheitsmanagement und Self-Monitoring gibt es zahlreiche Apps, die dies unterstützen. Oft sind diese mit Wearables wie Fitnesstrackern etc. verbunden.

Digitale Touchpoints:

  • Mobile Health und KI-gestützte Coaching Apps

  • Telemonitoring (Apparative Beobachtung: Wearables etc.)

Praxis-Beispiel

Das Unispital Basel testet im Rahmen seines Hospital@Home-Projekts den Eisatz von Monitoring-Wearables. Die Pilotstudie soll den reibungsloseren Übertritt von PatientInnen aus dem Spital nach Hause durch den Einsatz von Telemedizin und Technologie demonstrieren.

Hier geht’s zum Video:

Video

Unispital Basel: Überwachung mit Wearables
(Digital Patient Monitoring Healthcare Solution)

FAZIT

Zufriedenheit der PatientInnen, Entlastung der Fachkräfte

Durch die Nutzung digitaler Technologien wie Wearables und die Automatisierung von Prozessen mithilfe softwarebasierter Tools (insbesondere digitale Plattformen), werden die PatientInnen auf dem Weg ihrer «Patient Journey» deutlich unabhängiger. Sie haben mehr Kontrolle über ihre eigene Gesundheit und können ihre Behandlung effektiver gestalten.

Gleichzeitig bedeutet die Digitalisierung eine grosse Entlastung für das ärztliche und pflegerische Fachpersonal. Sie fördert die Kommunikation und den Informationsfluss zwischen allen Beteiligten sowie den verschiedenen Abteilungen und Institutionen. Dadurch können nicht nur wertvolle Zeitressourcen eingespart, sondern auch die Qualität der Behandlung verbessert werden.

Elektronische Akten, Online-Portale und Apps ermöglichen es den PatientInnen und allen involvierten Personen, Gesundheitsdaten zeit- und ortsunabhängig einzusehen, zu verwalten und zu ergänzen.

Medizinische Fachkräfte profitieren zudem insbesondere von der Nutzung digitaler Innovationen wie künstliche Intelligenz, VR, AR und Robotik. Die Kombination dieser Technologien mit Videotelefonie, Telemedizin und Fernberatung vereinfacht die Diagnosestellung und wirkt dem zunehmenden Fachkräftemangel entgegen.

Abschliessend ist anzumerken, dass im Mittelpunkt aller Phasen der «Digital Patient Journey» stets die Zufriedenheit und das Wohlergehen der PatientInnen stehen muss. Nur durch diese Fokussierung kann eine optimale Gestaltung der digitalen Produkte und Services entlang der «Patient Journey» und sämtlicher Touchpoints erreicht werden.

Dieser Artikel auf «scale-it» wurde in Zusammenarbeit mit Cisco Schweiz verfasst. Der Werbepartner ist einer der führenden Anbieter von Cloud-Technologie-Lösungen und Security-Services. Der Beitrag entspricht den redaktionellen Richtlinien von «scale-it». 
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