Vermittler zwischen den Welten

Christoph Koch stammt nicht aus der Welt der IT-Abteilungen. Genau das ist sein Vorteil, wenn er mit Kunden am Tisch sitzt. Er spricht ihre Sprache und entschlüsselt ihre Bedürfnisse.

Die Regeln des Business und IT-Betriebs aufbrechen, die Technologie nutzsstiftend anwenden und Kunden befähigen, digitale Erlebnisse zur schaffen, das treibt Christoph Koch um. Seit mehr als drei Jahren ist er als Chief Technology Officer von Cisco in der Schweiz unterwegs, bei Kunden, mit seinem Team aus Spezialisten, das besondere Digitalisierungsprojekte vorantreibt. Vertrauliche Projekte, spannende Projekte, zukunftsweisende Projekte. Im «Maschinenraum» der digitalen Wirtschaft findet derzeit ein Umbruch statt. 

Er lacht. «Ja, das stimmt, sozusagen sind es neue Maschinen», sagt er und lacht in seinem Webex-Fenster; wie alle Cisco-Mitarbeitenden hält der Kontakt mit Kunden und dem Code der IT-Menschen. Er steht dazwischen und führt die IT mit dem Business zusammen. «In IT-Abteilungen sollte es nicht länger um Technologie an und für sich gehen, nicht einmal um Code», sagt er. «Die IT in Unternehmen braucht es mehr denn je, sie wird nämlich zum Business Scaler.»

Die IT in Unternehmen braucht es mehr denn je, sie wird nämlich zum Business Scaler.

Christoph Koch, CTO Cisco Schweiz

Der Vermittler

Dort die Hyperscaler, hier die Businessscaler. Christoph Koch sieht in starken IT-Abteilung ein Erfolgsgarant für die digitalisierte Wirtschaft. Keiner kenne die Marke, das Unternehmen besser als die eigene IT, sagt er. «Und mit neuen Technologien zur Virtualisierung bis auf die Komponentenebene kann sie schnell und kostengünstig IT-Services erbringen».


Christoph Koch weiss, wovon er spricht. Der Ingenieur hatte Leistungspositionen in Telekommunikations- und Sicherheitsfirmen inne, ehe er zu Cisco kam, eine neugeschaffene Stelle antrat. «Sie ist ein Abbild des Anspruchs, umfassende Architekturen für die erwachende digitale Wirtschaft zu bilden.»Er ist für den Technologieeinsatz im Schweizer Markt verantwortlich, dabei für die technologische Strategie zuständig und unterstützt die Cisco Sales Organisation sowie die Partnerlandschaft im Erschliessen neuer Marktchancen. Er sieht sich als Vermittler zwischen der klassischen IT und einer sich transformierenden Business-Welt. «Dabei muss die IT mitziehen», sagt er.

Die IT-Abteilung wandelt sich

Mit Technologien wie der Virtualisierung von Komponenten im Rechenzentrum oder des übergreifenden Monitorings von Full Stack Observability sind IT-Teams heute in der Lage, sich voll und ganz auf die Bedürfnisse des Business einzulassen. «Out of the Box» hat bei Koch eine ganz andere Bedeutung. Er meint damit das Denken an und für sich, ohne sich um die zugrunde liegende Technologie kümmern zu müssen. Auch nicht um den Cloudprovder – Hard- und Software arbeiten mit allen zusammen.  Die App wird zum Business, die Cloud zum neuen Datacenter.


Oder das physische Gespräch zum digitalen. Dieses hier neigt sich dem Ende zu. Koch muss bald weiter, ins nächste Business klicken, den nächsten Kunden überzeugen, vielleicht auch ein anspruchsvolles Projekt mit seinem Team in die richtigen Bahnen lenken. Er blüht so richtig auf, wenn er gefordert wird. «Die Zeiten waren seit der Erfindung des IP-Protokolls noch nie so spannend für die IT-Menschen», sagt er und lacht: «Die Zeit des Boxenschiebens ist vorbei.»

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