«Die Zukunft der IT-Organisation ist Software, kein Zweifel»

Lukas Egger ist Chief Cloud Engineering bei Netcloud. Im Interview spricht er über die Zukunftssicherheit von IT-Abteilungen und welcher Trend ihn derzeit am meisten beeindruckt.

Die Zusammenarbeit zwischen IT und Business wird immer enger. Cloudstrukturen umfassen IT- und Geschäftsmodelle. Scale it zeigt in der «Kochkunde», wie IT und Business gemeinsam ihre Zukunft in der digitalisierten Wirtschaft meistern.

Cloudchef Lukas Egger von Cisco-Partnerin Netcloud bewegt sich genau an dieser Schnittstelle zwischen Business und IT. Während der Aufnahmen im GreenRoom von Cisco gibt er Auskunft über seine Sicht auf die Zukunft von Technologie, IT und Business.

Lukas Egger, welches Problem löst Ihnen Ihr Technologiepartner?

Er hat eine ganzheitliche Sicht auf die IT und baut Komponenten, die lange halten und die mit einem exzellenten Support über einen langen Lebenszyklus verbunden sind. Das ist entscheidend, damit wir unseren Kunden ein stabiles und zuverlässiges IT-Fundament bieten können. Sie sollen sich auf ihr Business und gute Geschäfte konzentrieren.

Welche Entwicklung sehen Sie derzeit als die wichtigste für die Zukunft?

Ganz klar, die Virtualisierung. Virtualisierung ist eine Abstrahierung oder Loslösung von physischer Infrastruktur. Das geht je länger je mehr über Code. Fast alles ist heute Software Defined, und damit ist die Grundlage für  Automatisierung und Künstliche Intelligenz gegeben.

Wie rosig ist deshalb die Zukunft der IT?

Sie ist stark im Umbruch. Auf allen Ebenen. Unternehmen sind heute nicht wie früher gezwungen, auf fünf bis sieben Jahre in eigene Infrastruktur zu investieren. Sie müssen sich nicht mehr selbst fragen, wie sie ihre Zukunft sicher gestalten, sondern delegieren diese Verantwortung mehr und mehr an Service Provider oder Hyperscaler, wo sie Ressourcen und Services nach Bedarf konsumieren können. Das Business allerdings kann man nicht delegieren, auch die Verantwortung über die eigenen Daten nicht.

Lukas Egger (Netcloud) gibt nicht nur im Interview seine Einschätzung zur Zukunft der IT-Organisation ab, sondern er diskutiert in der «Kochkunde» mit Christoph Koch (Cisco) über die Zukunftssicherheit der Branche.

Sind IT-Abteilungen noch zukunftsfähig – die Hyperscaler sind es doch allemal.

Sicher. Die Business-IT ist im Umbruch. Die traditionelle IT mit der Cloud IT zu verschmelzen ist jedoch eine komplexe Aufgabe. Gerade bei grösseren Unternehmen geht es  hier nicht um «entweder oder», sondern um «sowohl als auch». Jedes Unternehmen, jede Organisation verlangt hier eine eigene Mischung. Ein präzises Rezept gibt es nicht.

Dennoch – man kann doch die eigene IT-Organisationen auflösen.

Nein, das wäre falsch. Es braucht IT- und Cloud-Fachleute, die nahe am Business sind, die das richtige Mindset mitbringen, um Prozesse und Business voranzubringen. Es geht nicht nur um Agilität, es geht auch um Betriebsstabilität und eine gute Governance von Kosten, Security und User Experience.

Service-Provider übernehmen keine Verantwortung für die Marke. Sie stellen nur funktionierende Ressourcen und Services zur Konsumation von IT nach dem Shared Responsibility Prinzip. IT-Organisationen und Business sind in der heutigen Zeit zu einer engeren Zusammenarbeit «verdammt».

Wenn Sie einen Aspekt, einen Bereich oder eine Technologie Ihres Partners hervorheben, was wäre das?

Ich bewundere die Fähigkeit, zukunftssichere Technologien zu entwickeln. Das ist ein Mega-Challenge, in einer sich immer schneller drehenden Welt mit den Entwicklungen soweit vorauszusein, um die richtige Technologie zur richtigen Zeit auf den Markt zu bringen. Und wir müssen unsere Kunden vorausschauend beraten – wir sind ja nicht nur Technologie-, sondern angesichts der Verschmelzung von Business und IT irgendwie auch Unternehmensberater.

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