Die Interviewpartner Christoph Koch von Cisco und Lukas Egger von Netcloud im Bild.

«Zukunftssicherheit: Was heisst das für IT und Business?»

Was das Buzzword bedeutet und für wen es relevant ist, diskutiert Christoph Koch von Cisco Schweiz mit Lukas Egger von Netcloud.

Zukunftssicher ist ein Buzzword. Das ist sicher. Die Zukunft überhaupt nicht. Die IT-Landschaft transformiert sich gerade. Mit ihr das Business. Grund genug, Christoph Koch, CTO von Cisco Schweiz und einen seiner Kunden zu befragen. In der heutigen «Kochkunde» zu Gast ist Lukas Egger, CEO von Netcloud.

«iPhone, Virtualisierung, Internet, E-Mail und Zentrale Server: Welche dieser fünf Dinge sind zukunftssicher und warum?»

Lukas Egger (LE): Wir leben in einer softwaredefinierten Welt mit ganz unterschiedlichen zahlreichen Möglichkeiten. Virtuelle Meetings etwa, Game-Welten und Workloads, die unabhängig von den Hardware-Ressourcen laufen. Kurz: Alles wird abstrahiert und virtuell nachgebildet. Dieser Trend bricht nicht ab. Wir bauen unsere virtuellen Parallelwelten immer weiter aus, um neue Arten von Arbeiten, Kommunikation und Freizeit zu gestalten.

Christoph Koch (CK): Definitiv das Internet. Es bleibt. Alles geht in die Cloud. Nicht nur die Apps. Menschen leben darin, werden dank ihr mobil oder können in hybriden Arbeitsumgebungen Erfolge feiern. Neue Endgeräte und das Internet of Things verbessern unser Leben und Arbeiten.

(CK): Zum Email: Schon länger dem Tode geweiht … und trotzdem standhaft, obwohl technisch hoffnungslos veraltet und unsicher. Die Relevanz nimmt aber sicher ab.

Was bedeutet Zukunftssicherheit für IT und Business? Christoph Koch und Lukas Egger diskutieren im unterhaltsamen Format, was es für die Zukunft braucht – und was die grössten Trends für die Unternehmen bedeuten.
Kochkunde: Ausgewählte Konzepte für IT und Business
Im Format «Kochkunde» empfängt Christoph Koch, CTO von Cisco Schweiz, ausgewählte Gäste. In jeder Folge steht ein Thema im Fokus, das erfolgskritisch für das Zusammenspiel von IT und Business ist. Zu Gast in dieser Folge «Zukunftssicherheit, was bedeutet das?» ist Lukas Egger, CCE (Chief Cloud Engineering) von Netcloud.

«Mark Zuckerberg, Lukas Egger, Elon Musk, Christoph Koch oder ein Joker: Welcher dieser fünf Menschen sind ein Versprechen für die Zukunft und warum?»

CK: Lukas Egger – klarer Fall! Partner sind unser Erfolgsrezept. Und unsere Zukunft!

LE: Du, ich, wir alle! Jeder von uns gestaltet mit seinen Entscheidungen seine eigene Zukunft. Und dann hat jeder seine Circles of control & Influence. Die Gestaltung der Zukunft kann niemand delegieren. Auf die zukunftssichere IT-Praxis übertragen: Jeder von uns ist für sein konkretes Umfeld und seine Herausforderungen Gestalter oder Gestalterin der Zukunft!

CK: Und Elon Musk. Der hat seine Gedanken nur in der Zukunft. Er lebt quasi darin.

«Cloud-Architekt, Software-Spezialist, Game-Entwickler, Mediamatiker oder Journalist: Welcher der fünf Berufe ist am zukunftssichersten und warum?»

CK: Die Bedeutung der Cloud steigt stetig. Wer dies versteht, ist im Vorteil. Wissen über beide Architekturen – on prem und Cloud – also über ein Hybrid Modell, das wird immer mehr nachgefragt. Deshalb ist es für mich der Cloud-Architekt.

CK: Schlussendlich geht es um Business Value, dieser wird fast ausschliesslich durch Applikationen erbracht. Da steht der Mensch als Enduser im Zentrum. Software-Spezialisten werden somit vermehrt zu Applikationsentwicklern – mit einem Feeling für die digitale Erfahrung und den Menschen.

zukunftssichere IT Still aus Interview von Christoph Koch (Cisco) mit Lukas Egger (Netcloud).
Segen oder Fluch? Christoph Koch und Lukas Egger im Gespräch über Künstliche Intelligenz und deren Anwendungen.

«Was ist Künstliche Intelligenz für dich: Erstens die Rettung der Schweiz. Zweitens klüger als der Mensch. Drittens ein Arbeitsplatzvernichter. Viertens ohne den Menschen nicht zu haben oder fünftes eine Chance?»

CK: Sicher nicht klüger als der Mensch, nein, aber weniger fehleranfällig. Für repetitive Arbeiten ist die Künstliche Intelligenz top geeignet. Daneben werden in gewissen Bereichen Jobs durch Roboter ersetzt. KI ist da nicht anders. Aber es wird neue Jobs geben. Für den Menschen eine Herausforderungen, für die Gesellschaft aber ein Segen.

LE: Es braucht den Menschen – jemand muss die künstliche Intelligenz ja programmieren, anleiten und trainieren. Sie ist Teil der Innovation und der Evolution unserer Wirtschaft und Gesellschaft. KI ist bereits in unserem Alltag. Sie nimmt uns vorausschauend Arbeit ab und bietet kleine Entscheidungshilfen und automatisierte Abläufe, die uns den Tag erleichtern. Wer macht sich heute beispielsweise vorab noch Gedanken, ob er die Adresse eines neuen Kunden findet? Einfach eine App aufmachen, Adresse eintippen, Weg wird gezeigt, mit Zeitangaben, Alternativen bei unterschiedlichen Verkehrsverhältnissen. Gestalten wir diese Zukunft mit Mut und Zuversicht! Angst war noch nie ein guter Ratgeber.

CK: Künstliche Intelligenz ist ohne den Menschen nicht zu haben, es heisst ja «künstliche Intelligenz». Es braucht immer auch eine natürliche Intelligenz, die die KI beherrscht. Und sie moralisch und ethisch einwandfrei benutzt.

«Was braucht eine zukunftssichere IT, um das Business unterstützen zu können?»

CK: Ein besseres Werkzeug hilft jedem Handwerker. So verhält es sich mit neuen Computing-Plattformen: Warum noch ganze Kisten managen, wenn wir einzelne Komponenten nach Projektanforderungen zusammenschalten können? Eben.

LE: Zwei Stichworte. Nähe. Es geht nur miteinander. Die IT ist über Jahrzehnte gewachsen, hat heute einen Reifegrad erreicht, der neues Potenzial im Business entfesselt. Die Cloud-IT bietet Schnelligkeit, Stärke und Flexibilität, ermöglicht ein Miteinander und das Ausschöpfen von Synergien. Das zweite Stichwort ist Business – oder Purpose. Wir müssen den Zweck verstehen, um uns richtig aufzustellen und die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das ist dann sehr individuell.

CK: Definitiv! Der Endkunde im Zentrum, der Lohn kommt ja auch von ihm! Die zukunftssichere IT unterstützt immer zentraler die digitale Transformation der Geschäftsmodelle. Ergo muss sie nahe am Business operieren und sich verständlicher machen.

«Zum Abschluss: Braucht es die die eigene IT noch, wenn Dienstleister wie Google, AWS & Co. den Markt aufmischen?»

CK: Ganz klar! Nur die interne zukunftssichere IT hat die Leidenschaft für die eigene Marke, die es für den Erfolg braucht!

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